Kulturgeschichte der Astronomie

Leiter: Eric

In der Kulturgeschichte-AG befassen wir uns mit der philosophischen und historischen Seite der Astronomie. Was hat Astronomie für die Menschen in der Antike bedeutet? Wieso war der Papst eigentlich so sauer auf Galileo Galilei? Und sind uns schon Dinge auf den Kopf gefallen, bevor wir das Gravitationsgesetz kannten? Diese und viele andere spanndende Fragen erwarten dich in der KULT-AG!

AG-Bericht aus dem ASL 2018

In der Kulturgeschichte-AG beschäftigten wir uns mit der Entwicklung der Astronomie. Als erstes lernten wir die Weltbilder im antiken Griechenland kennen. Die Griechen sahen als Grundelement des Kosmos das Apeiron an, jedoch unterschieden sich die Meinungen, was die anderen Theorien betrifft. Diese lassen sich in die Gruppen der Vorsokratiker und der Nachsokratiker einteilen.

Die Vorsokratiker beschrieben die Vorgänge aufgrund von Elementen und Dichteunterschieden. Außerdem glaubte man an die Zustände von absoluter Liebe, in welchen die Erde eine homogene Masse ist, die man Kugelgott nennt und absolutem Hass, in welchem alle Stoffe streng nach Dichte sortiert sind. Das aber keine dieser Phasen wie die damalige Erde aussieht, erklärte man damit, dass alles einer Grundlegenden Kraft der Negation unterliegt, welche dafür sorgt, dass sich mit der Zeit alles in sein Gegenteil verwandet. Die Erde wie wir sie kennen ordneten sie im Übergang von einer Phase in die andere ein.

Die Nachsokratiker glaubten an das Grundprinzip der Veränderung, welches sie Arché nannten. Sie teilten die Welt in zwei Zustände und zwei Arten von Gegenständen. Die Zustände sind die Ruhe und die Bewegung. Die Gegenstände sind Artefakte, das heißt, sie bewegen sich nicht von selbst und Nicht-Artefakte, das heißt, sie bewegen sich von selbst, wie zum Beispiel Menschen. Die Bewegungen ließen sich in weitere Gruppen unterteilen: die qualitative, die quantitative, die Orts- und die erschaffende/vernichtende Veränderung. Diesen Veränderungen werden Ursachen zugeschrieben: die Material-, die Form-, die Bewegungs- und die Zweckursache, jedoch ist die allgemeine Ursache der Veränderung die Möglichkeit. Man entdeckte auch, dass aus Nichts nichts entstehen kann und das aus etwas nicht Nichts werden kann.

Als nächstes beschäftigten wir uns mit Galileo Galilei, dem heliozentrischen Weltbild und wie er es bewies. Dabei ging es um die Planetenbahnen, die Entfernung der Sterne und die wahre Größe des Kosmos. Die Entfernung der Sterne war zu groß, um ihre Parallaxe bestimmen zu können. Daher nannte man sie Fixsterne. Außerdem spekulierte man darüber, woraus der Mond bestehen. Man wollte  seine perfekt runde Form und die ungleichmäßig aussehende Oberfläche erklären. Ein Vorschlag war zum Beispiel Perlmutt.

Unser letztes Thema war Euler. Wir lernten die Euler-Gleichung und Vektoren kennen und beschäftigen uns mit Eulers Kritik an Newton. Alles in allem hat mir die AG sehr gut gefallen, da wir mitentscheiden durften, was wir machen, viel gelernt haben und besonders weil wir immer viel Spaß hatten.