Astronomietag 2004
von Yves Bastian
Den Astronomietag 2004 hatte ich an der Sternwarte Peterberg wahrgenommen. Im folgenden findet ihr einen Bericht über den Verlauf des Astronomietags 2004 an der Sternwarte Peterberg.
Am 18.09.2004 fand der 2. deutsche, bundesweite Astronomietag statt. An diesem nahm der Verein der Amateuerastronomen des Saarlandes (VAS), welcher seinen Sitz auf dem Peterberg im nördlichen Saarland hat, wie auch im vergangen Jahr, teil.
Die Marsopposition war der Anlass des Astronomietages 2003.Aufgrund dessen konnte der VAS eine Besucherzahl von rund 1300 Besuchern vermerken.
Letztes Jahr stand für uns danach schon fest: Beim nächsten Astronomietag nehmen wir auch wieder teil.
Allerdings stand dieses Jahr kein Himmelsereignis, wie letztes Jahr die Marsopposition bevor. Das diesjährige Thema lautete "die Milchstraße".
Da dieses Thema doch sehr allgemein ist, haben wir dieses Jahr unseren Besuchern einen Workshop sowie Beobachtung am Teleskop angeboten.
Bei diesem Workshop boten wir an, dass jeder, wer ein Teleskop besitzt es mit bringen kann. Diesen Leuten erklärten wir dann, wie man das Teleskop richtig ausrichtet und wie man mit dem Teleskop Objekte finden kann. Am Workshop hatten ca. 15 interessierte Leute teilgenommen.
Das Interesse der Besucher galt Nachmittags der Sonne. Es wurden zahlreiche Vereinsteleskope mit Sonnenfilter aufgestellt, so dass die Besucher die Sonne beobachten konnten. Aber nicht nur im Weißlicht war die Sonnenbeobachtung möglich. Der VAS besitzt ein Coronado Halpha Sonnenteleskop. Mit diesem konnten die Besucher die Gasausbrüche der Sonne betrachten.
Ich selbst konnte die Sonne nachdem ich mein Teleskop aufgebaut hatte, auch betrachten. An diesem Nachmittag war eine etwas größere Sonnenfleckengruppe zu erkennen.
Desweiteren fand der reguläre Samstagsvortrag statt. Das Vortragsthema lautete: Galaxien, Inseln im Weltraum. Den multimedialen Vortrag hörten sich 74 Besucher an.
Sobald die Nacht herankam, kamen immer mehr Besucher zur Sternwarte Peterberg. Wir schätzen die insgesamte Besucherzahl auf ca. 200 Personen. Das erste Beobachtungsobjekt war der Mond. Als dieser untergegangen war, wrden etliche Deepskyobjekte ins Visier genommen. Zu den wohl am häufigsten in den Teleskopen eingestellten Objekten, kann man folgende Objekte zählen: die Andromeda Galaxie M31, der Kugelsternhaufen M13, den Doppelstern oder Augenprüfer Mizar,den Doppelstern Albireo sowie den Ringnebel M57.
Beobachten konnte man allerdings nur bis ca. 24:00 Uhr. Dann zogen langsam Wolken auf. Diese brachten dann in der Nacht noch einen Regenschauer mit sich.
Abschließend kann man aber sagen: Der Astronomietag 2004 war auch dieses Jahr wieder ein Erfolg. Denn man konnte z.B. die Bevölkerung wieder (einmal) darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, einen dunklen Nachthimmel zu haben. Desweiteren wurde das Astronomieinteresse bei dem ein oder anderen geweckt, so dass die "Astronomiegemeinde gewachsen" ist.


