Sternzeit
Die Sternzeit ist eine auf der Erdrotation relativ zum Fixsternhimmel basierende Zeiteinteilung. Ein Sterntag ist die Zeitspanne wischen zwei aufeinanderfolgenden Meridiandurchgängen des Frühlingspunktes. Ein Sterntag ist kürzer als der mittlere Sonnentag, auf dem die bürgerliche Zeiteinteilung beruht - 24 Sternzeitstunden entsprechen 23h 56min 4s Sonnenzeitstunden. Der mittlere Sonnentag ist definiert als die Zeit zwischen zwei Meridiandurchgängen der mittleren Sonne (d.h. eine fiktive Sonne, die sich das ganze Jahr mit konstanter Geschwindigkeit bewegt) und ist länger, weil sich die Erde im Laufe eines Tages auf ihrer Bahn weiterbewegt und sich dadurch ein Stück weiter drehen muss, um die entsprechende Stellung wieder zu erreichen. Um das Ganze ortsabhängig zu machen, definiert man, wie bei der UT, die sog. Greenwich Mean Sidereal Time (GMST), die sich also nach dem Greenwich-Meridian richtet. Und was nützt das Ganze nun? Die Astronomen können mit Hilfe der Sternzeit und der Rektaszension eines Objektes dessen Stundenwinkel (also der momentane Winkel zum Meridian) berechnen, indem sie die Rektaszension von der lokalen Sternzeit subtrahieren.


