Spektralklassen

Nach dem Aussehen ihres Spektrums teilt man Sterne in Spektralklassen ein. Aus dem Spektraltyp eines Sterns lässt sich unter anderem auf dessen Oberflächentemperatur, Farbe und typische chemische Zusammensetzung schließen. Man teilt die Sterne nach fallender Oberflächentemperatur in folgende Klassen ein:

KlasseTemperaturFarbecharakteristische AbsorptionslinienBeispiel
O50 000 KblauHe IIMintaka
B20 000 Kblau-weißHe IRigel
A10 000 KweißBalmer-Serie (H alpha, H beta, ...)Vega
F7 000 Kgelb-weißCa IIPolarstern
G6 000 KgelbCa II, FeSonne
K5 000 KorangeMetalleArktur
M3 000 Korange-rotTiOAntares
L2 000 KrotCrH, FeH, CaH, H2OVW Hyi
T1 500 Ktief rotneutrale Moleküleε Ind Ba


Zur genaueren Einteilung der Sternspektren verfeinert man die Spektralklassen, indem man eine Dezimalunterteilung (0-9) eingeführt hat. Die Vega gehört beispielsweise dem Spektraltyp A0, die Sonne dem Typ G2 an. Zu den 7 Grundklassen O, B, A, F, G, K und M gehören ungefähr 99% aller Sterne. Die Klassen L und T sind recht neu und enthalten im Wesentlichen Braune Zwerge bis hinunter zu den größten Gasplaneten, die man in L teilweise schon wiederfinden kann. Ganz junge Sterne oder Planeten, die noch in der Entstehung sind, finden sich auch häufig in den Gruppen L oder T. Für die restlichen Sterne gibt es weitere Spektralklassen wie C, R, N, S, Q, P oder W.

Ein weit verbreiteter Merksatz für die 7 Grundtypen ist:
"Oh Be A Fine Girl Kiss Me."
Mit den Klassen L und T:
"Oh Be A Fine Girl Kiss My Lips Tonight."
oder auch:
"Ordentliche Berufsastronomen finden gewöhnlich komische Merksprüche länglichen Typs." ;-)