Scheinermethode zur Polausrichtung

Die Methode nach Scheiner kann die wohl effektivste Methode zur Polausrichtung genannt werden. Diese Methode benötigt im Gegensatz zu andreen Methoden (z.B. Polsucher) nicht den direkten Blick auf den Polarstern bzw. den Himmelsnordpol. Natürlich macht diese Justierung nur Sinn, wenn das Teleskop ständig von einem Motor nachgeführt wird. Wichtigste Voraussetzung vor der Justierung ist, dass die Montierung auf festem Untergrund steht. Mit Hilfe einer Wasserwaage und eines Kompasses wird die Montierung grob ausgerichtet. Zur Justierung wird ein Stern in Meridiannähe (Nord-Süd Linie, Mittagslinie) und ein Stern, der entweder im Osten oder im Westen steht, ausgewählt. Weist die grob ausgerichtete Polachse zu niedrig, wird das Teleskop am Osthimmel zu steil nach oben abweichen und umgekehrt wenn man eine zu niedrige Polachsenstellung hat. Im Westen verhält es sich umgekehrt. Ist die Polachse im Azimut falsch ausgerichtet, beschreibt das Teleskop am Himmel einen dem Meridian versetzten Bogen. Läuft das Teleskop nach oben weg, muss das Südende der Polachse nach Osten gedreht werden und umgekehrt.