Parallaktische Montierung

Die parallaktische Montierung (auch Deutsche Montierung) ist für die Astrofotgrafie wesentlich besser geeignet als z.B. die Azimutale Montierung. Dabei wird die sog. Rektaszensionsachse (auch Stundenachse genannt) der Montierung parallel zur Erdachse ausgerichtet und zeigt somit genau auf den Himmelsnordpol. Wird nun die Stundenachse mit Hilfe eines Motors in der gleichen Geschwindigkeit angetrieben wie die Winkelgeschwindigkeit der Erde, so wird die durch die Erddrehung verursachte scheinbare Bewegung der Sterne aufgehoben. Die Nachführung erfolgt bei älteren Montierungen über einen elektrisch betriebenen Synchromotor. Die Geschwindigkeit wird über Frequenzen geregelt, was einen Frequenzwandler nötig macht. Moderne Montierungen werden über Schrittmotoren gesteuert, hierbei wird die Steuerung von einem kleinen Computer übernommen. Die Ausrichtung der Rektaszensionsachse erfolgt in den meisten Fällen mit Hilfe eines Polsuchers, welcher oft schon in die entsprechende Welle eingebaut ist. Ein gewisser Nachteil der parallaktischen Montierung ist, bedingt durch ihre Bauweise, die Notwendigkeit eines Gegengewichts zum Ausgleich des Tubusgewichtes. Besonders bei Flugreisen mit begrenztem Gepäckgewicht führt dies entweder zu Neuanschaffungen oder einer eher spartanischen Bekleidungs- und Hygienephilosophie des Astroreisenden ;-)