Helligkeit

Die Helligkeit eines Himmelskörpers wird in Größenklassen in der Einheit magnitude (lat. magnitudo, -inis = Größe; als hochgestelltes m, bei Dezimalzahlen über dem Komma geschrieben) angegeben. Man untescheidet zwischen scheinbarer und absoluter Helligkeit.

Scheinbare Helligkeit:

Ursprünglich hat Ptolemäus die Sterne in sechs Größenklassen unterteilt (1. bis 6. Magnitude). Die hellsten Sterne kategorisierte er als Größenklasse 1, die dunkelsten als 6. Größenklasse. Da sich die Werte allerdings als zu ungenau und als nicht ausreichend erwiesen, führte man Dezimalunterteilungen, negative Größenklassen und Größenklassen über 6 Magnituden ein.

Diese Skala bezieht sich auf die Helligkeit, in der wir den Himmelskörper auf der Erde wahrnehmen - die sogenannte "scheinbare Helligkeit". Vega hat beispielsweise eine scheinbare Helligkeit von 0 Magnituden, die Sonne -27 Magnituden.

Absolute Helligkeit:

Da die scheinbare Helligkeit abhängig von der Entfernung des Sterns ist, können z.B. zwei gleich leuchtstarke Sterne sehr unterschiedliche scheinbare Helligkeiten besitzen. Als unabhängige Größe für die Leuchtkraft eines Sterns hat man die sogenannte "absolute Helligkeit" eingeführt. Sie gibt scheinbare Helligkeit eines Himmelskörpers an, die er hätte, wenn er 10 Parsec von uns entfernt wäre. Zur Unterscheidung von der scheinbaren Helligkeit nimmt man als Einheit ein hochgestelltes großes(!) M.

Die absolute Helligkeit von Vega ist 0,5 Magnituden, die der Sonne 4,8 Magnituden. So lassen sich die beiden Sterne bezüglich ihrer Leuchtkraft vergleichen.