Exoplaneten
Exoplanet ist die gängige Bezeichnung für einen Planeten um einen anderen Stern als unsere eigene Sonne.
Der erste Exoplanet, der entdeckt wurde, umkreist 51 Pegasi, heißt also 51Peg b. Weitere Planeten in dem System würden alphanummerisch mit c, d, e, etc hochgezählt; die Numerierung gibt dabei nicht den Abstand sondern die Reihenfolge der Entdeckung an. 51 Peg b ist ein Planet, der etwa halb so schwer ist wie Jupiter, seine Sonne aber innerhalb von gut 4(!) Tagen einmal umrundet, d.h. er ist über zehn Mal näher an seinem Stern als Merkur an der Sonne.
Bis heute (Oktober 2007) sind über 270 Exoplaneten bekannt, wobei es über 20 Systeme gibt in denen mehr als ein Planet nachgewiesen wurde. Methodisch bedingt[1] lassen sich z.Z. am einfachsten große Planeten, die möglichst nahe an ihrem Stern sind, nachweisen, so daß Statistiken über Umlaufzeiten und Größen von Planeten dadurch geprägt sind. Es läßt sich aber auf jeden Fall festhalten, daß Planetensysteme keine Seltenheit im Weltall sind. Einen Überblick über den aktuellen Stand liefert die Seite http://www.exoplanet.eu.
[1] Die zur Zeit erfolgreichste Methode mit der fast alle Exoplaneten entdeckt wurden, ist die sogenannte Radialgeschwindigkeitsmethode. Es ist eine indirekte Methode bei der man mittels präziser Spektroskopie die Geschwindigkeit des Sterns entlang der Blickrichtung mißt. Der Gedanke, der dahinter steckt ist, daß ein Planet und auch der zugehörige Stern den GEMEINSAMEN Schwerpunkt umkreisen, so daß der Stern periodisch von uns weg- und auf uns zu fliegt. Aus der Kenntnis der Periode ergibt sich mit Hilfe der Keplerschen Gesetze der Abstand des Exoplaneten zu seinem Stern. Die Masse des Planeten ist bis auf den Sinus der Inklination der Planetenbahn zur Blickrichtung bestimmt, so daß man immer nur eine untere Grenze der Planetenmasse kennt; einige der deshalb in der Fachliteratur auch nur so genannten Planetenkandidaten dürften in Wirklichkeit schwerer sein, so daß sie schon in die Kategorie der Braunen Zwerge fallen.


