Azimutale Montierung
Die azimutale Montierung bietet die einfachste Art, ein Fernrohr stabil aufzustellen. Sie lässt sich nach links und rechts bewegen sowie nach oben und unten. Man kann so also fast jeden Punkt am Himmel erreichen, muss jedoch immer zwei Achsen gleichzeitig bedienen. Wer einmal die Sonne bei ihrem Lauf über den Himmel beobachtet hat, dem ist bekannt, dass ihre Bahn einen Halbkreis am Himmel beschreibt. Das gilt ebenso für Sterne und Planeten. Kein Objekt steigt senkrecht auf, bewegt sich dann parallel zum Horizont, um anschließend im rechten Winkel wieder abzusteigen ;-). Mit einer azimutalen Montierung kann man dieser Bewegung also nur schwer folgen. Die Fotografie ist hier mit also nicht möglich. Für die Beobachtung selber ist diese jedoch gut geeignet; möchte man aber gezielt nach schwachen Objekten suchen, so setzt dies voraus, dass man sich entweder sehr gut am Himmel auskennt oder eine Computersteuerung kauft, die heutzutage auch mit azimutal montierten Teleskopen funktioniert. Azimutale Montierungen besitzen nämlich keine Teilkreise, über die man Koordinaten von Himmelsobjekten direkt einstellen kann, wenn ihre genaue Position dem Beobachter unbekannt ist. Die bekannteste und am weitesten verbreitete Form der A.M. ist wohl die Dobsonmontierung.


